Forcierung der bio-dynamischen Agrarwirtschaft

#1

Eine der großen Herausforderungen der Menschen, ist es die steigende Anzahl an Menschen auf der Welt mit genügend Lebensmitteln zu versorgen. Aus dieser Situation entstand die missglückte Lage, dass viele der Lebensmittel auf eine Weise produziert werden, die der Menschheit auf Dauer schadet. Chemische Stoffe werden im Überfluss eingesetzt um den Ertrag zu steigern und die notwendige Menge zu produzieren. Der Schaden an Umwelt,Mensch und Tier wird jedoch außen vor gelassen.

Die bio-dynamische Landwirtschaft ist jedoch deutliche näher an einer Umweltverträglichen Versorgung der Menschheit, als die Landwirtschaft die wir heute betreiben. Zwar ist dieses Konzept weiter auf dem Vormarsch, bislang aber nur für Menschen mit höherem Einkommen in der Gesellschaft auf Dauer finanzierbar. Desweiteren wird bemängelt, dass dieses Vorgehen nicht darauf ausgelegt ist eine solch große Maße an Menschen zu versorgen.

Meiner Meinung nach braucht es eine geeignete Förderung der bio-dynamischen Agrarwirtschaft um diese Wettbewerbsfähig und zukunftssicher zu machen.

Welche Wege gibt es, meiner Meinung nach, um dieses Konzept zukunftssicher zu machen?

Zum einen müssen Bio-Bauern viel rechtliche Anforderungen erfüllen, um zu beweisen, dass sie ‘Bio’ sind. Konventionelle Bauern können jedoch fast alles mit ihrem Land machen was sie wollen, ohne Transparenz darüber zu berichten. Demnach sollten Bio-Bauern von ihren zahlreichen Pflichten entlastet werden und können so Kosten sparen und ihre Produkte günstiger anzubieten und eventuell die Nachfrage damit steigern können, die zu einer Fixkostendegression beiträgt und bio-dynamische Landwirtschaft attraktiver macht. Natur und Menschen profitieren. Gleichzeitig sollte Belastung von Boden und Nahrung bestraft und unattraktiver werden.

Das löst aber nicht das Problem, dass diese Art der Landwirtschaft von Natur aus nicht so ertragreich ist wie die Konventionelle. Menschen müssen jedoch ausreichend mit Lebensmitteln versorgt werden. Mittlerweile gibt es aber auch andere Wege um die Erträge zu steigern, statt gleich zu Pesitiziden zu greifen. Der Staat sollte mehr in der Verantwortung stehen, Bio-Bauern den Zugriff zu datenwissenschaftlichen Methoden (KI, Advanced Analytics) in der Landwirtschaft, durch Subventionen oder Professionelle Beratung, zu erleichtern. Durch die gezielte Sammlung, Auswertung und Interpretation von Daten aus der Landwirtschaft können Erträge auch auf eine Weise gesteigert werden, die nicht Umwelt und Tiere belasten. Für Bio-dynamischer Landwirtschaft sollte diese Möglichkeit deutlich leichter zugänglich gemacht werden, als konventioneller.

#2

Einige Ansätze:
Besteuerung von konventionell erzeugten Lebensmitteln zu gehen. Zwar verteuert dies allgemein die Lebensmittel, jedoch werden die Bio Lebensmittel im Vergleich konkurrenzfähiger. Bei diesem Ansatz muss aber bedacht werden dass auch ausländische konventionell erzeugte Lebensmittel mit einbezogen werden müssen.

Auch eine Abgabe für die durch den Einsatz von Pestiziden erzeugten Umweltschäden wäre mMn. ein guter Ansatz da man diese direkt in die Dünge/Planzenschutzmittel(Pestizide) einpreisen könnte.

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#3

Sehr gute Beiträge :+1:

In diesem Zusammenhang sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Vieles an Lebensmitteln weggeworfen wird. Aktiv Lebensmittelverschwendung bekämpfen! Ideen hierzu gerne gesehen (:

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